Digital in Verbindung bleiben

Vom Online-Interessenten zum Kunden ist Thema des Blogposts im Format Kommerzblatt vom 31. Juli 2017 aus Frankfurt.

Das Kommerzblatt ist ein Blog rund um die digitale Kommunikation und ihrer Anwendung. Die Betrachtungsweise orientiert sich an digitalen Strategien für Freiberufler, Selbstständige, kleinste und kleine Unternehmen.

Dieser Artikel zeigt Ihnen anhand moderner Strategien, wie Sie Internetbesucher als wiederkehrende Interessenten halten. So gebundene Stammleser eröffnen beste Chance, online neue Kunden für sich gewinnen.

Die meisten Besucher kaufen bei ihrem ersten digitalen Besuch nichts. Vielmehr nutzen sie Ihre Homepage, oder ein Profil in sozialen Medien oder bei Verzeichnisdiensten um Optionen zu erkunden. Wiederkehrende Seitenbesuche bilden Vertrauen ehe die Recherchen am Ende direkt zu Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Anfahrskizze führen. Außerhalb von Notfallsituationen entstehen die meisten neuen Kontakte durch Iterationen. Der Kunde begutachtet nicht nur den Wettbewerb, sondern schläft die eine und die andere Nacht über sein Vorhaben.

Symbolbild Verbindung

Wiederholte Seitenbesuche stehen auf dem altbekannten und dennoch gerne vergessenen Fundament der gepflegten Aktualität. Eigentlich ist es banal und selbstverständlich. Wer im Frühling eine Boutique aufsucht, fühlt sich angesichts der neuen Kollektion wohl. Findet der Leser eines Blogs beim zweiten Besuch einen neuen Artikel vor, freut es sich gespannt auf seine Lektüre beim dritten Besuch.

Damit ist Aktualität nicht nur eine Basis, sondern das erste Werkzeug mit dem sich Nutzer binden und warmhalten lassen.

Der wichtigste und mühsamste Faktor ist die Kontinuität. Viel zu viele Seiten und Profile verstauben ungepflegt, sobald ihre Betreiber im Laufe der Zeit Ressourcen und Interesse an Updates verlieren. Folglich ist es eine Überlegung wert, anfangs nicht zu viele Updates einzuspielen, damit in stressigen Zeiten noch genügen Kraft und Elan für eine angemessene Aktualität bleibt.

Effektivität lässt sich häufig effizient erreichen. Wer einen Shop betreibt, kann rollierend einzelne Produkte als Angebote hervorheben. Ein Arzt, der im Sommer und zu Weihnachten auf seinen Urlaub hinweist, im Herbst über die Grippeimpfung und im Frühling über Allergien informiert betreibt spätestens mit der Diätempfehlung zur Fastenzeit einen gepflegten Internetauftritt.

Ein kleines Unternehmen, das 2-3 monatlich etwas bei Facebook postet und drei Tweets in der Woche versendet bleibt auch dort in Erinnerung.

Natürlich gibt es gute Gründe, viel mehr zu kommunizieren. Beispielsweise um die Reichweite zu vergrößern und neue Interessenten zu begeistern. Den Marktanteil oder dem Umsatz pro Kunde zu erhöhen oder den Verkauf eines bestimmten Produktes anzuschieben. Für die reine Bindung bestehender Interessenten (oder vorhandener Kunden) ist das nicht erforderlich.
Entscheidend ist, dass Sie Sich mit vertretbarem Aufwand in Erinnerung halten können.

Steht das Fundament gepflegter Aktualität bereit, lassen sich virtuelle Gäste mit einer breiten Palette an weiteren Instrumenten binden.
Besonders Modern sind die sogenannten sozialen Medien. Bieten Sie Ihren Webseitenbesuchern die Möglichkeit Ihnen zu folgen, und schon erhalten diese automatisch Updates Ihrer (gepflegten!) Timelines und Profile. Marktführer ist Facebook. Zwei weitere Optionen sind kein Fehler, sofern Sie die Disziplin aufbringen, Ihre Profile effizient und regelmäßig zu aktualisieren. Twitter, Pinterest, Instagram Xing und LinkedIn habe Sie vielleicht schon einmal gehört. Die meisten Sozialen Medien sprechen Privatnutzer an, auf den B2B-Bereich haben sich Xing und LinkedIn spezialisiert.

Prominent platzierte schöne und große Folgen- und Verbinden Knöpfe machen es Besuchern Ihrer Webseite leicht sich in den sozialen Netzen mit Ihnen zu verbinden.
Die schöne neue Welt sozialer Medien hinterlässt einen Wermutstropfen: Sie teilen Sich Ihre Kontakte mit den Betreibern. Sie sind als davon abhängig, wie sich diese Portalen in der Zukunft entwickeln, dafür können Sie heute ein gemachtes Nest einfach und kostengünstig nutzen.
Ihre Eigenen Instrumente sind der Newsletter und -weniger bekannt der RSS Feed.-

Ein Newsletter, für den sich Ihre Interessenten per Email anmelden können, ist immer noch der Klassiker elektronischen Marketings. Er ist effizient und kostengünstig. Die Maßnahme lässt sich wunderbar mit der Ansprache Ihrer Bestandskunden kombinieren. Für die Interessentenbindung bedarf es usätzlich einer Anmeldefunktion auf Ihrer Homepage.

Der RSS-Feed ist technisch noch kleiner und beinahe schon elegant. Mit einem Kompositionsprogramm lassen sich kurze Beiträge erstellen und auch bebildern. Leider führt der RSS-Feed im Bezug auf Nutzung und Verbreitung ein Nischendasein. Folglich eignet er sich als Ergänzung zu anderen Maßnahmen, um mit Interessenten in Verbindung zu bleiben.

Online Werbung (genauer: Re-Targeting) eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Interessenten quer durch das Internet zu verfolgen. Wer sich Ihr Angebot angesehen, hat wird beim Besuch von Zeitungen, Suchmaschinen und vieler anderer Internetseiten immer wieder an Sie erinnert. Er bekommt Ihre Anzeige eingeblendet.

Richtig dosiert, ohne zu „nerven,“ ist Re-Targeting ein einfaches Mittel in Erinnerung zu bleiben. Sie benötigen keinen zusätzlichen Content keine regelmäßigen Posts, lediglich Anzeige und Kampagne müssen erstellt eingerichtet werden. Bereits ein überschaubares Werbebudget kann sich hier auszahlen. Da sich Ihre Besucher nicht aktiv anmelden müssen, erreichen Sie besonders viele Interessenten.

Königsdisziplin Sogmarketing:
Vielleicht sind Ihnen schon einmal „Nützlinge“ begegnet. Digital Nützlinge können Hintergrundbilder, Bildschirmschoner, Checklisten, Formulare oder ganze Apps sein. Der digitale Kaiser in der Königsdisziplin ist das E-Book.
Ist das Helferlein führ Ihren Interessen nützlich, so möchte es haben es entsteht also ein Sog. Der Interessent lädt etwas herunter und nutzt es, das Ihnen Brandt trägt. Sie bleiben in Erinnerung, wenn der Bildschirmschoner startet, der Kunde sein Formular ausfüllt, oder Ihr E-Book ließt oder gelangweilt den Bildschirmhintergrund betrachtet.
Der Downloadvorgang lässt sich mit einer freiwilligen Newsletteranmeldung kombinieren, wer Ihren Nützling haben möchte, wird Ihren Mails relativ offen gegenüberstehen.

Mediengrenzen überwinden
Nützlinge gab es offline schon immer. Kalender, Wandplaner, Poster, Kugelschreiber, Handtücher, Bierdeckel Schlüsselanhänger, und viele andere Werbegeschenke erinnern Kunden und Interessenten an ihren Herausgeber. Mutige Seitenbetreiber denken quer und ermöglichen die Bestellung klassischer Werbegeschenke im Internet. Zumindest „so lange der Vorrat reicht.“ Ist Ihr Interessentenkreis sehr groß, sind Versandkosten denkbar, oder Sie verkaufen Merchandisingartikel anstatt kostenlos Werbegeschenke zu verschicken. Ähnlich wie bei konventionellen Preisausschreiben lernen Sie Ihre Interessenten kennen, inclusive Postanschrift. Damit ist nun auch das Preisausschreiben erwähnt, das natürlich ebenso online verfügbar ist.

Für Anregungen und Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.










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