English Theatre frankfurt

Saison Noir im English Theatre Frankfurt

Zunächst vielversprechende Metamorphosen driften in den Albtraum. Mit seinem Programm voller dunkler Verwandlungen hat das English Theatre Frankfurt im Herbst die neue Spielzeit eröffnet. Frankfurt, 04.Oktober 2017

Auf dem Spieplan

Pygmalion

Ohne Happy End von der Blumenverkäuferin zur feinen Dame

Mit Pygmalion von 1913 hat das English Theatre Frankfurt im Herbst seine Spielzeit eröffnet. Bernhard Shaw's Komödie läuft bis zum 26. Oktober. Sein Stück begleitet Eliza Doolitte - die Blumenverkäuferin an der Straße- beim Aufstieg zur feinen Londoner Lady. Eine geformte Karriere durch Erziehung und Bildung, ermöglicht von ihrem Mäzen und Liebhaber, dem Sprachwissenschaftler Professor Higgins.

Hinter seiner Fassade ist Herr Professor alles andere als ein Gentleman. Er behandelt seine Frau schlecht. Zusammen mit Ihrer Entscheidung den widrigen Umständen zu entkommen beschert Shaw seiner Geschichte kein Happy End. Folglich bleibt die Inszenierung spannend, es obliegt dem Theaterbesucher herauszufinden ob sich die Spannung am Ende dieser Inszenierung löst.

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Jackyll and Hyde

Eine schaurige Doppelgängergeschichte auf der Bühne

Mit Jackyll and Hyde widmet sich das Frankfurter Theater einer schaurigen Doppelgängergeschichte.
Robert Louis Stevensens Novelle aus dem Jahr 1986 wird im Englisch Theatre zwischen dem 11. November und 11. Februar Thriller aufgeführt.

Dem Wissenschaftler Jackyll gelingt es, das Böse von der Psyche zu trennen. Sein Alter Ego debütiert rüpelhaft vorsätzlich beim Unfall mit einem Kind und ist fortan als Mr Hyde unterwegs. Die Geschichte handelt von der Suche nach Mr Hyde, den gesellschaftlichen Komplikationen aus der Beziehung von Jackyll zu seinem Doppelgänger und seinen Versuchen, mit der multiplen Persönlichkeit einen Platz in der gebildeten Gesellschaft zu finden.

Anfängliche Erfolge münden über ein Kapitalverbrechen in Jackylls Zerfall. Dessen Ausgestaltung im Spannungsboden zu erkunden, bleibt dem Zuschauer vorbehalten.

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Hand to God

Glauben Moral und menschliche Natur als brutal komisches Puppenspiel

Robert Atkins zeitgenössische Off-Produktion Hand to God schaffte es 2015 als Komödie an den Broadway.

Patchwork Familie, ein lüsterner Pfarrer, jugendliche die über die strenge schlagen, Erwachsenwerden, die erste Liebe Jesus, Dämonen und eine Teufelsaustreibung wandern als Stoff in die amerikanische Salatschüssel. Diese ist bekanntermaßen kein Schmelztiegel, folglich richtet sich der Geschmack nach der Soße. Hier also tragisch beobachtend gewürzt im Keller einer fundamentalistischen Kirche weit draußen auf dem flachen texanischen Land.

Richtig spannend und komisch zugleich wirkt das aktuelle Stück, da es als unechtes Puppentheater inszeniert ist. Die Protagonisten arbeiten an einer Puppentheateraufführung, interagieren mit Ihren Figuren und Rollen, die hier den dunklen Teil ihrer Persönlichkeiten spielen.

Hand to God steht in Frankfurt vom 2. März bis 29 April 2018 auf dem Spielplan.

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The Invisible Hand

Bankier erzieht Islamisten zu gierigem Kapitalisten

Provozierend zeitgenössisch nimmt The Invisible Hand Finanzkapitalismus und Islamismus ins Visier.
Ayad Akter 's Drama versetzt seinen Protagonisten, den Baker Nick, in extremistische Geiselhaft. Mit einer utopischen Lösegeldforderung konfrontiert greift Nick zur Selbsthilfe und beginnt das Geld im Namen seiner Häscher am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.
Religiöse Hasardeure lernen Kapitalismus, werden gierig. Derweil beginnt Nick, sich mit immateriellen Werten anzufreunden... .
Eine spannende Inszenierung hinterfragt omnipräsente Werte und ihre inbrünstigen Vertreter in unserer Zeit.
The Invisible Hand spielt vom 12. Mai bis 22. Juni 2018 in Frankfurt.

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Animal Farm

Eine politische Fabel australischer Produktion von George Orwell

Russische Botschaft Berlin

Für die Deutschland-Premiere seiner Saison gibt das Theater noch keinen Termin bekannt. Animal Farm - eine Fabel aus dem Jahre 1945- widmet sich dem Aufstand der Tiere. Provoziert durch archaische, der frühkapitalistischen Arbeitswelt entlehnten Bedingungen übernehmen sie erfolgreich ihre Farm.

Kritiker analysierten George Orwells Werk seinerzeit im Hinblick auf die kommunistische Revolution in der Sowjetunion. Orwells Protagonisten sind inspiriert von Marx, Lenin Stalin Trotzki und anderen Persönlichkeiten jener Zeit.

Neugierig abzuwarten bleibt, welche aktuellen politischen Entwicklungen nebst ihrer Vertreter die moderne Frankfurter Inszenierung und ihre Figuren inspirieren werden.

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The English Theatre Frankfurt

English Theatre frankfurt

Das größte englischsprachige Schauspiel im kontinentalen Europa

Liebhaber des kleinen Elefanten genießen das Repertoire zusammen mit Freunden versinkender Nordseeinseln. Das English Theatre bespielt seine 300 Zuschauerplätze in englischer Sprache. 1979 gegründet ist es das größte englischsprachige Schauspiel im kontinentalen Europa.

Das English Theatre wird vom Deutschen Kulturrad auf der liste bedrohter Kultureinrichtungen geführt. Es spielt heute im Galileo-Hochhaus das von der Commerzbank -einem wichtigen Sponsor der Theaters- genutzt wird.

Bedroht war das Theater schon einmal. Der Verein „English Theatre e.V.“ ging in die Insolvenz. Der heutige Intendant Daniel Nicolai gründete es als English Theatre Frankfurt im Mantel einer gemeinnützigen GmbH neu.

Am Willy Brandt Platz gegenüber der ehemaligen Europäischen Zentralbank und den Städtischen Bühnen gelegen ist es mit Parkhaus, U-Bahn, Straßenbahn und dem S-Bahn Tunnel in Reichweite einen kleinen Spazierganges vermutlich eine der zentralsten Bühnen der Welt.











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